Berufliches und privates aus dem Zeitraum 1989 bis heute.
Kontakt
(Foto/Abbildung: Frank Köster)
Prof. Dr. Frank Köster
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Institut für KI-Sicherheit (Sankt Augustin und Ulm)
Lilienthalplatz 7
38108 Braunschweig
Tel.: +49 (0531) 295 3523
eMail: frank DOT koester AT dlr DOT de
Meine berufliche Laufbahn begann 1989 mit dem Studium der Informatik (Nebenfach Psychologie) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (UniOL). Nach erfolgreichem Abschluss als Diplom-Informatiker war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und -Systeme (OFFIS) in verschiedenen Projekten tätig.
Das OFFIS und dessen Umfeld prägten meine 2001 abgeschlossene Promotion (Dr. rer. nat.), da in diesem Rahmen neben einer fordernden Projektarbeit stets auch ein intensiver fachlicher Austausch ermöglicht und gefördert wurde. In meiner Promotion beschäftigte ich mich u.a. mit unterschiedlichen Ansätzen der Modellbildung und Simulation sowie mit der Erklärung des komplexen Gesamtverhaltens mikroskopischer Simulationsmodelle mithilfe von Methoden des Data Mining bzw. der Künstlichen Intelligenz (KI).
Hierauf aufbauend wechselte ich als Wissenschaftlicher Assistent in den Bereich Informationssysteme an der UniOL. Diese Position bot größere wissenschaftliche Freiräume sowie neue Aufgaben in Forschung und Lehre. Die in dieser Zeit entstandenen wissenschaftlichen Arbeiten bauten auf den Ergebnissen meines Promotionsprojekts auf und wurden in meiner Habilitationsschrift dokumentiert. Im April 2007 wurde ich habilitiert (Dr. rer. nat. habil.). Neben der Vertiefung und breiteren Anwendung meiner bisherigen Kompetenzen bot sich in dieser Zeit auch die Möglichkeit, substanzielle Kenntnisse in den Bereichen System- und Softwarearchitekturen, Datenbanken sowie Informationssysteme einschließlich verschiedener Betreiber- und Betriebskonzepte aufzubauen.
Im September 2007 verließ ich die UniOL, um ab Oktober 2007 am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. im Institut für Verkehrssystemtechnik (DLR/TS - an den Standorten Braunschweig und Berlin) neue Aufgaben als Gruppenleiter zu übernehmen. Zunächst standen Hard- und Softwarearchitekturen für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge sowie deren Verknüpfung mit intelligenten Verkehrsinfrastrukturen und Hintergrundsystemen im Mittelpunkt meiner Arbeit. Ebenfalls konnte ich verschiedene Projekte bzw. technische Umsetzungen in den Bereichen Simulation, Datenmanagement und Datenanalyse prägen.
Ab 2009 war ich als Abteilungsleiter bei DLR/TS tätig und leitete bis 2017 die Abteilung Automotive. Von 2017 bis Ende 2020 verantwortete ich als Leiter der Geschäftsfeldentwicklung die strategische und marktorientierte Ausrichtung der Forschungsaktivitäten des Instituts in den vier Anwendungsdomänen Automotive, Bahn, Intermodale Mobilität & ÖPNV sowie Verkehrsmanagement. Zu meinem Verantwortungsbereich gehörten u.a. die Koordination von Akquise-Aktivitäten, die Steuerung verschiedener Großprojekte sowie das Management eines umfangreichen Partnernetzwerks aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden. Die Projektumsetzung erfolgte dabei in der Regel durch das Zusammenwirken verschiedener Fachabteilungen, unterstützender Organisationseinheiten sowie zahlreicher externer Partner. Ende 2020 beschäftigte das Institut DLR/TS rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ab Ende 2020 war ich als Gründungsdirektor mit dem Aufbau eines neuen DLR-Instituts für KI-Sicherheit (Safety & Security) an den Standorten Sankt Augustin und Ulm betraut (DLR/KI). Das Institut erzielt heute substanzielle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in den folgenden Themenfeldern:
Industrialisierung von KI für sicherheitskritische Systeme und Systeme mit hohen Security-Anforderungen
KI-Engineering auf Basis verbesserter KI-Methoden und -Algorithmen - Safety und Security als integraler Bestandteil ("Safety & Security by Design")
Sichere verteilte Dateninfrastrukturen im Sinne von Daten-/Dienste-Ökosystemen sowie KI-basierte Werkzeuge & Werkzeuglandschaften
Fortschrittliche Ausführungsumgebungen und Rechenansätze - u.a. auf Basis des Quantencomputings
Erforschung ethischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Aspekte im Kontext der KI in einem inter- und transdisziplinären Forschungsansatz
Das Institut für KI-Sicherheit besitzt ein stark durch Digitalisierung geprägtes Forschungsprofil und bringt seine Ergebnisse in Anwendungen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Verkehr. Eine Kurzdarstellung des Instituts bietet das folgende Video:
Mitte 2026 übergab ich nach erfolgreichem Aufbau des Instituts DLR/KI dessen Leitung an einen Nachfolger und übernahm neue Aufgaben im Bereichsvorstand Verkehr des DLR. In den vergangenen Jahren war es gelungen, die zentralen wissenschaftlichen Themenfelder des Instituts national und international zu etablieren sowie eine leistungsfähige Organisation mit mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den beiden Institutsstandorten aufzubauen.
Im Bereichsvorstand Verkehr verantworte ich die Geschäftsfeldentwicklung für Daten- und Dienste-Ökosysteme sowie Künstliche Intelligenz einschließlich ihrer Safety- und Security-Aspekte. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt im Aufbau sowie in der Initiierung und Koordination institutsübergreifender DLR-Projekte und extern geförderter Vorhaben mit hoher strategischer Bedeutung. Hierzu zählen unter anderem Projekte im Bereich digitaler und KI-geprägter Lösungen für die Mobilität und den Gütertransport von morgen, zum automatisierten und vernetzten Fahren sowie zu robotischen Systemen im Sinne von Autonomous Mobility and Logistics Facilitation. Dabei arbeite ich eng mit verschiedenen DLR-Instituten sowie Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und öffentlicher Hand bzw. Verwaltung zusammen, um innovative Methoden und Technologien des DLR in anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten einzubringen und deren nachhaltige Verwertung zu unterstützen.
Auch nach meinem Wechsel von der Universität zum DLR blieb ich zwischen 2007 und 2014 über Lehrveranstaltungen an der Universität Osnabrück und der UniOL eng mit der universitären Lehre verbunden. Im Mai 2014 wurde ich an der UniOL mit Wirkung zum Juni 2014 zum Professor ernannt. Ergänzend zu meiner Tätigkeit am DLR leitete ich dort bis Ende 2025 die Abteilung Intelligente Transportsysteme. Die fachliche Ausrichtung der Professur und die von mir vertretenen Lehrgebiete standen stets im engen Einklang mit meinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am DLR. An diesem Grundprinzip hat auch mein 2025 erfolgter Wechsel auf die Professur AI Safety & Security an der Ruhr-Universität Bochum nichts geändert.
Seit Mitte 2019 engagiere ich mich zudem verstärkt in der Standardisierung simulationsbasierter Werkzeuge, Werkzeugketten und Testinfrastrukturen für automatisierte und vernetzte Fahrzeugsysteme. In diesem Zusammenhang unterstütze ich u.a. die Vorstandsarbeit von ASAM (Association for Standardization of Automation and Measuring Systems). Darüber hinaus ist GAIA-X für mich ein zentrales Thema, das ich seit 2020 als Pate der Domäne Mobilität aktiv mitgestalte. Hieraus sind verschiedene ergänzende und weiterführende Aktivitäten entstanden, welche bspw. die weitere Verankerung und Skalierung von Daten-/Dienste-Ökosystemen für die Praxis vorantreiben - insbesondere ist dies seit 2025 die Initiative Ecosystem Mobility 4.0
Eine Übersicht meiner Veröffentlichungen findet sich hier.
Musik
(Foto/Abbildung: Frank Köster)
Seit 2013 nutze ich SoundCloud, um vorwiegend mit dem Bass eingespielte kleine Musikstücke auszutauschen bzw. bereitzustellen. Neben dem aktuellen Band-Projekt Prof. Dr. Dr. Brinkmann im durch Rock und Punk-Rock aufgespannten Bereich, ist dies für mich ein sehr gut funktionierender Ausgleich zum Wissenschaftsbetrieb und der Forschung.
Mein SoundCloud-Profil ist hier verlinkt. Eine in Playlists organisierte Auswahl von Stücken ist zudem hier zu finden - eine mindestens halbwegs aktuelle Gesamtübersicht zu Aufnahmen seit 2013 liegt an dieser Stelle.
Gerade in der Startphase auf SoundCloud war das Motto: Musik für Fahrstühle und Telefon-Warteschleifen. Die Dinge entstehen i.Allg. ad-hoc und nach dem Grundsatz, dass an entstandenen Ideen nicht relevant gefeilt wird. Zudem wird kein größerer zeitlicher Aufwand in die Nachbearbeitung investiert ;-)
Ergänzend hierzu gibt es gelegentlich Reviews zu Bässen. Ein erster Gehversuch aus 2016 ist auf der Web-Seite von Bassart zu finden - dort geht es um meinen Amazing Standard (Review zum Amazing Standard). Eebenfalls habe ich vor einiger Zeit meinen 6-Saitigen 1995er Groover von Ralf Börjes thematisiert - der coolste Bass auf dem Planeten. Der Artikel zum Ur-Groover ist in Ausgabe 6/2017 der Zeitschrift Bassquarterly erschienen (November/Dezember-Heft 2017). Ein Ende 2019 geschriebener Text zum Börjes PJ5 Multiscale findet sich hier. Ebenfalls habe ich einen Review-Text zum Bassinger 5 verfasst, den ich seit einigen Jahren besitze und im Einsatz habe. Der Text ist hier zu finden. Spannend war für mich auch der genauere Blick auf meinen 2014er Groover 6 Deluxe, dem hier "auf den Zahn gefühlt" wurde.
Über meinen YouTube-Kanal werden die Dinge seit Anfang 2020 noch ein bisschen greifbarer -- hier ein kleiner Auszug:
Cartoons & Movin2BS
(Foto/Abbildung: Frank Köster)
Inzwischen ist Braunschweig seit einigen Jahren meine Heimat - auch wenn mich nach wie vor viel mit Oldenburg verbindet (z.B. die Abteilung Intelligente Transportsysteme). In 2007 und 2008 sind in Braunschweig verschiedenen kleine Zeichnungen und Textbausteine entstanden, die meine ersten Schritte in der Metropolregion Hannover | Braunschweig | Wolfsburg | Göttigen auch rückblickend sehr gut zusammenfassen.
Ein BEST OF ist hier als schöne Erinnerung an diese Zeit aufbereitet. Ein paar weitere Zeichnung sind hier gezeigt:
Bücher, Bücher, Bücher ... (Foto/Abbildung: Frank Köster)Let's go Fishing ... (Foto/Abbildung: Frank Köster)Digging ... (Foto/Abbildung: Frank Köster)??? ... (Foto/Abbildung: Frank Köster)Jesus war kein einfaches Kind ... (Foto/Abbildung: Frank Köster)Immer die richtige Richtung ... (Foto/Abbildung: Frank Köster)Drei Wünsche ... (Foto/Abbildung: Frank Köster)Bitte! (Foto/Abbildung: Frank Köster)... kein Kaffee am Morgen! (Foto/Abbildung: Frank Köster)
Lesenswertes
(Foto/Abbildung: Frank Köster)
Ein paar Literaturempfehlungen zum Abschluss, die ich nach kurzem Blick in meinen Bücherschrank "ausgegraben" habe:
J. Lemire und D. Nguyen, Descender, (Sterne aus Blech), Hardcover, Splitter.
C. Thompson, Weltraumkrümel, (Vorzugsausgabe), Hardcover.
L. Cauuet, Die Alten Knacker, Band 1: Die übrig bleiben, Splitter (3. Auflage).
L. Cauuet, Die Alten Knacker, Band 2: Bonny and Pierrot, Splitter (3. Auflage).
Turf, Das Narrenschiff, Band 4: Ans Werk, Kult Editionen, Wuppertal.
S. Silverstein, Missing Piece trifft Big O, Junfermann Verlag, Paderborn.
S. Silverstein, Where the Sidewalk Ends, Harper Collins, New York (USA).
F. Schuiten und B. Peeters, Das Fieber des Stadtplaners, Feest Comics, Ehapa Verlag.
W. Sperzel, Rast(h)aus, Achterbahn.
A. Franquin, Schwarze Gedanken, alpha-comic Verlag.